Familientankstelle Osttirol

Erste Familientankstelle in den Alpen eröffnet!

Erste Familientankstelle in den Alpen eröffnet!
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Montag Morgen halb sieben im Herzen Kölns. Dieser erste Satz könnte beinahe einer Werbung entsprungen sein. Beinahe! Leider läuft bei Familie Hauke zur Zeit alles weniger wie in einem Kitschfilm ab.

Papa Jürgen kippt sich seinen Kaffee mehr gehetzt als genüsslich in die Kehle. Ihm steht ein langer Tag in einem großen Medienhaus bevor, oder besser gesagt eher außerhalb, denn er arbeitet als Kameramann, der überall und nirgends zum Einsatz kommen kann. Kommuniziert wird um diese Uhrzeit nicht sonderlich viel, da Mama Gudrun noch damit beschäftigt ist, ein gesundes Jausenbrot für die beiden Kinder vorzubereiten. Sie selbst muss sich noch etwas Tagescreme über ihre Sorgenfalten schmieren, um dann ein Lächeln aufzusetzen und im Kinderhort ihrem 20 Stunden Job als Betreuerin nachzugehen, wo auch Marcel, ihr 4-jähriger Spross, seinen halben Tag verbringt. Jeder Morgen ein Kampf, denn der kleine Mann ist kein Frühaufsteher. Julia fährt bei Papa mit. Sie besucht die Grundschule und mit ihren zarten 10 Jahren beginnt sie bereits, Anflüge der Pubertät zu verspüren, was auch ihrer Umwelt nicht verborgen bleibt. So in etwa wiederholt sich jeder Tag aufs Neue. An den Wochenenden wird – sofern Papa Jürgen mal nicht wieder zu einem dringenden Einsatz gerufen wird – über die Ferien gesprochen.

Gratis Energie? Wo gibt’s denn sowas?

Die gestressten und deprimierten Menschlein setzen plötzlich pausbackige und vor Vorfreude strahlende Gesichter auf, als das Wort Osttirol fällt. Denn dort kann jedes Jahr aufs Neue Elan getankt werden ohne auch nur einen Gedanken an die zurückgelassene Hektik vergeuden zu müssen. Es ist fast so, als befände sich direkt nach dem Felbertauerntunnel an Stelle der Mauthäuschen eine Tankstelle, die 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche gratis Energie für ausgemergelte Großstadt-Familien – was sage ich, für alle Energiebedürftigen natürlich – bereit hält. Um Selbstbedienung wird gebeten! Hier gibt es aber keine Begrenzung, die da heißt „so lange der Vorrat reicht“, denn in Osttirol findet man ohne Limit, wonach man andernorts lange suchen muss: Natur, Ruhe, kulinarische Verwöhnmomente, Authentizität, Tradition und vieles mehr!

Noch vor dem offiziellen Ferienbeginn in Nordrhein Westfalen und dem Rest Deutschlands am 30.März 2015 geht es also los in Richtung Osterurlaub nach Österreich. Zwei Wochen sollen es dieses Jahr wieder sein! Das an sich geräumige Auto wird zum Kreuzfahrtschiff mit allem Komfort. Platz für Sportgeräte muss nicht gelassen werden, da sich Familie Hauke das neueste Wintersportequipment wie Langlaufski, Carving- oder Tourenski, Rodeln und so weiter gemütlich vor Ort ausleihen kann. Zwar ist die Reise nicht gerade kurz – sie dauert mindestens 8, 9 Stunden. Die Zeit kann aber schon mal genutzt werden, um sich über frühere Osterurlaube in Osttirol auszutauschen.

Erinnerungen an Osterurlaube

Letztes Jahr war Oma Gerda noch mit von der Partie. Leider ist diese heuer verhindert, da sich die Gute in ihrem hohen Alter von 82 Jahren nochmals frisch verliebt hat und die Liebe der frischen Luft vorzieht. Das hat zur Folge, dass der Hüttenwirt Senior diesmal seine Stammtischwitze ohne seine charmante Altersgenossin erzählen muss. Auf uriges Ambiente wird aber trotzdem nicht verzichtet und schon gar nicht auf die Osttiroler Schlipfkrapfen mit selbstgemachtem Hollerpunsch und all die kulinarischen Köstlichkeiten, die in den Almhütten angeboten werden. Allen läuft das Wasser im Mund zusammen.

Wann sind wir an der Tanke?

Marcel fragt ungeduldig: „Wann sind wir jetzt an der Tanke?“ Damit meint er aber nicht den Ort, an dem man Diesel oder Benzin zapfen kann… „Tankstelle“ ist ein Familie Hauke-Insider für die Pension in Lienz, in der die Familie schon so manche Kubikkilometer Energie getankt hat. Jürgen stellt eine Frage in die Runde:„Auf wievielen der 67 Lifte werden wir diesmal Platz nehmen?“ Gudrun erwidert schelmisch grinsend:„Und wieviele Male wirst du in der Hütte vom Hans Platz nehmen und das ein oder andere Weizenbier zu viel trinken?“ Julia erhebt ihren Blick vom Smartphone:„Ich weiß jedenfalls, dass ich heuer mal über 3.000 Höhenmeter hinaus will, komme was da wolle! Da gibt es dann massenhaft Selfies!“ Marcel schwebt im Land der Träume.

Mit jedem Kilometer, dem sich Familie Hauke ihrem Zielort nähert, hebt sich die Laune, verfliegt der Ärger und Stress des Alltages.
Nun lassen wir sie aber zurück an der sagenumwobenen Familientankstelle für Kraft und Energie, die sich nahezu überall in Osttirol befinden könnte. Vielleicht findet ja auch ihr sie zusammen mit euren Familien? Ich persönlich glaube daran, dass jeder fündig wird, der nur ganz fest daran glaubt! Ich kann mir keinen besseren Ort dafür vorstellen!

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